Das Capucin, Modell Chien, französisches Taschenmesser, Griff geflammte Hornspitze, handgeschnitzter Hundekopf, Schmiede Coutellerie COGNET
Gesamtlänge: 24 cm
Grifflänge: 13 cm
Klinge: Karbonstahl mit Rückenfase
Griffbeschalung: Regionale geflammte Hornspitze, im Finish geschliffen und poliert. Am Ende des Griffs befindet sich ein handgeschnitzter Hundekopf. Diese Messer werden nur sehr selten hergestellt, da für die Arbeit eine sehr große Hornspitze benötigt wird, die für die Schmieden immer schwerer zu finden ist. Bei dieser Arbeit wurden die Feinheiten, wie die Ohren, Augen, Nase sehr fein herausgearbeitet.
Schmiede: Coutellerie COGNET Thiers
Herkunft: Südfrankreich, Aquitaine, Midi
Info:
Über Jahrhunderte war das CAPUCIN das am weitesten verbreitete Messer der bäuerlichen Bevölkerung Südfrankreichs. Seinen Namen erhielt es, so sagt man, von den Schäfern in den Pyrenäen, die, wenn sie die Griffe ihrer Messer schnitzten, ihnen die Form eines Mönchs mit Kapuze gaben. Aber es existieren auch zahlreiche andere Verzierungen, z.B. mit Tierköpfen. So wie wir das CAPUCIN heute kennen, wurde es schon in einem Handwerksbuch der Schmiedekunst von 1772 dargestellt. Insgesamt besteht das klassische CAPUCIN aus nur vier Teilen: Griff, Klinge und zwei Metallstiften, von denen eine die Griffachse der Klinge darstellt, der andere hält sie in geöffnetem Zustand in Position. Die Wurzeln des CAPUCIN reichen aber weit zurück bis ins Mittelalter, möglicherweise bis zu den Römern und machten es wahrscheinlich zum ältesten Messertyp Europas. Wenngleich man die Griffe heute aus den verschiedensten Materialien verarbeitet, traditionell werden sie aus der massiven Spitze des Kuhhorns gefertigt. Die Klingen werden aus feinkörnigem Kohlenstoffstahl geschmiedet. Sie sind ein Beispiel für die alte Kultur der Region und man findet sie wie vor Jahrhunderten noch heute in den Taschen der Menschen. Sie sind und bleiben ein Stück der Kultur von Frankreichs Süden.
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